Sorry! Unser „Look of the Month“ im April zeigt nicht das sonst hier übliche Modebild. Sondern einfach eine strahlende Aufnahme der „Let’s Dance“-Jurorin Motsi Mabuse, die hier erneut guten Stil beweist. Cool geschnittene, schwarzweiß-gestreifte Bluse, große Kreolenohrringe und dazu ein schmaler zitronengelber Rock: Einfach perfekt. Und damit mindestens so gut wie ein echtes Look-Bild. Motsi ist neue Botschafterin der Initiative Cotton made in Africa. Diese verbessert seit über zehn Jahren die Lebensbedingungen afrikanischer Kleinbauern.

Gegründet wurde sie 2005 von Michael Otto für Subsahara-Afrika. Dieses Riesengebiet – der südlichere Teil des afrikanischen Kontinents – ist der fünftgrößte Baumwollexporteur der Welt. Das Projekt Cotton made in Africa arbeitet hier mit zahlreichen Kleinbauern zusammen. Zu den Standards gehört zum Beispiel, dass die Anbaugebiete nicht künstlich bewässert werden. Die Teilnehmer verzichten auf die gefährlichsten Pestizide. Und Kinderarbeit ist verboten (es sei denn, Kinder helfen in geringem Maß bei der Arbeit der ganzen Familie mit). Diskriminierung von Minderheiten ebenso. Auch erhalten Frauen und Männer den gleichen Lohn. Zudem gibt es landwirtschaftliche Schulungen zu effizienten und umweltfreundlichen Anbaumethoden. Das klingt noch nach nicht so furchtbar viel, schafft aber am Ende eine ganze Menge. Insgesamt heben diese Maßnahmen den Standard ernom, denn all genannten Punkte sind beim weltweiten Baumwollanbau nicht selbstverständlich.

Kürzlich zeigte eine Studie, dass CmiA-Baumwolle pro Kilogramm Baumwollfaser im Vergleich zum globalen Durchschnitt mehr als 2.100 Liter Wasser spart. Sowie bis zu 40% weniger Treibhausgasemissionen als konventionell erzeugte Baumwolle verbraucht. Rund 700.000 Kleinbauern nehmen aktuell an dem Projekt teil. Über 25 Textilhändler (wie z.B. Aldi) und Modemarken sind Partner und Abnehmer dieser Baumwolle. Was zeigt, dass es nicht immer die „reine“ ökologische Lehre mit perfektem Bio-Anbau sein muss. Auch kleinere Veränderungen können schon sehr viel bewirken. Also: Wenn man schon bei Massenanbietern wie etwa Aldi Kleidung kauft. Dann bitte auf CmiA-Baumwolle achten (Bild: CmiA).

Zur Website von Cotton made in Africa