Endlich ist sie online, meine „The Serene Style“-Boutique bei Designer-Vintage.com. Vielleicht erinnert ihr euch daran, dass ich vor ein paar Wochen meinen Kleiderschrank nach der Marie-Condo-Methode radikal aufgeräumt und aussortiert habe. Um dann wie bei Aschenputtel die „Guten ins Kröpfchen, die Nicht-Ganz-So-Guten ins Töpfchen“ zu legen. Das Töpfchen war in meinem Fall die Tasche für die Altkleidersammlung. Das „Kröpfchen“ eine große Box, die für Designer-Vintage bestimmt war.

Style von Perret Schaad. Details (Bild: Perret Schaad)

Die Tasche brachte ich ziemlich schnell zur Abgabestelle. Die Box aber stand bis vor zwei Wochen immer noch in meinem Zimmer. Immer wieder schob ich es auf, die Kleider abzuschicken. An meine netten Freundinnen bei designer-vintage.com, die sich um den ganzen Rest kümmern wollten (Danke an Kim und Michelle Bo!). Vielleicht braucht man doch einige Zeit, um sich von Dingen zu trennen. Nun habe ich endlich die Box zur Post gebracht. Und bin total froh, dass einige meiner Stücke bald eine neue Trägerin finden können (eine Akris-Hose wurde schon verkauft, bevor ich dieses hier posten konnte).

Ready to go. In Akris vor einem Fest in Venedig.

Second-Hand finde ich supersinnvoll und nachhaltig. Egal, wie bewusst man einkauft. Schon allein wegen der vielen Street-Style-Bilder auf Instagram fällt es schwer, den Wunsch nach neuer Kleidung zu unterdrücken. Da ist Vintage eine gute Lösung. Man erneuert sich, ohne dass etwas neu hergestellt werden muss. Oder etwas Gebrauchtes weggeschmissen wird. Viele meiner Sachen trage ich über Jahre, manches über Jahrzehnte. Und doch müssen einige Teile ab und zu ausgetauscht werden. Einfach, um den Gesamtlook zu verändern. Bei der Kleiderschrank-Aktion wurde mir noch einmal deutlich, dass ich eigentlich immer wieder dieselben Marken kaufe. Und so werdet ihr in meiner Online-Boutique ganz bestimmte Labels finden. Zum Beispiel Acne, was ich schon wegen meiner Schweden-Affinität liebe. Acne produziert übrigens unter fairen Bedingungen und war schon früh Mitglied der „Fair Wear Foundation“. Oder Akris, die eleganteste und schönste Couture-Marke, die ich kenne. Immer meine erste Wahl für Cocktails, Parties (in Akris-Kleidern kann man ganze Nächte schadlos durchtanzen) und jede andere Art von Festlichkeit. Akris fertigt zudem in der Schweiz mit besten Materialien und einer tollen Firmenkultur. Chloé, weil ich die Blusen und Hosen jahrelang tragen kann und immer chic finde. Hessnatur, weil sie ihren sehr hohen Anspruch an Bio-Kleidung gekonnt umsetzen. Dries van Noten, mein ewiger Lieblingsdesigner.

Cosy: Mantel von Perret Schaad, Hose von Stella McCartney.

Und Perret Schaad aus Berlin. Die Entwürfe meiner guten Freundinnen Johanna Perret und Tutia Schaad werden ausschließlich in Deutschland gefertigt, meistens auf Vorbestellung. Sie sind pur und klar, durchdacht, tragbar und dennoch absolute Eyecatcher. Die beiden Designerinnen haben ein unglaubliches Gespür für tolle Farbkombinationen. Und sie tragen immer ihre eigenen Sachen. Unstimmigkeiten fallen ihnen daher sofort auf. In Perret Schaad fühlt man sich sofort wohl und perfekt angezogen. Viele jüngere deutsche Schauspielerinnen tragen Perret Schaad und sehen entzückend darin aus. In meiner Online-Boutique findet ihr regelmäßig Teile der beiden. Ich hoffe, ihr habt genau so viel Freude an diesen Dingen wie ich zuvor (das Kleid im Beitragsbild ist übrigens leider nicht zu kaufen, weil es mein allerliebstes Teil von Akris ist).

 

The Serene Style-Boutique auf Designer-Vintage