Kaum jemand, den ich kenne, mag Weihnachtseinkäufe. Okay, in unserer Kindheit waren diese vielleicht noch ganz schön. Ich erinnere gut, wie mein Bruder und ich uns jedes Jahr im Dezember die Nasen platt drückten am Schaufenster eines Geschäfts namens „Kinderparadies“ auf dem festlich erleuchteten Hamburger Neuen Wall. Und wie schön war es, wenn unsere Mutter dann mit uns eintrat in diese bunte Welt. Ach, das „Kinderparadies“ mit seiner Käthe-Kruse-Puppensammlung gibt es schon lange nicht mehr. Aber so oder so – heute vermeide ich die Innenstadt in der Vorweihnachtszeit. Mit ihren plärrenden Weihnachtsmärkten und der sich vorwärts boxenden Menge. Nein danke! Zum Glück kann man auch schenken ohne Power-Shopping. Wir haben dazu ein paar Ideen gesammelt. Der Stadtbesuch wird damit unnötig – maximal muss man eine Buchhandlung aufsuchen, zudem den Bio-Supermarkt. Und man braucht ein wenig Zeit dafür (Beitragsbild: Shutterstock).

Verschenke zum Beispiel:

  • einen von Hand geschriebenen Brief mit ein paar Zeilen, die erzählen, warum die beschenkte Person Dir wichtig ist. Und dazu vielleicht einen schönen Gedichtband. Zum Beispiel die Gedichte von dem Norweger Olav H. Hauge. Oder – All-Time-Favourite – Rilkes „Stundenbuch“. Und Rupi Kaurs „The Sun and Her Flowers“.
 
  • eine Kochkiste für einen gemeinsamen Kochabend mit Rezept, Getränken, den notwendigen (haltbaren) Zutaten und einen Gutschein für die frisch zu kaufenden (die Du dann am Tag vor dem Event besorgst).

 

 

  • ein schönes Notizbuch zum Führen eines Journals, vielleicht auch als Inspirationsbuch. Besonders schön sind zum Beispiel die Anregungen, die die wunderbare Yoga-Lehrerin Elena Brower in ihrem „Practice You“-Journal gibt. 

 

  • selbstgemachte Pralinen, Cookies oder Macarons, hübsch verpackt in eine beklebte Schachtel. Gute Rezepte gibt es zum Beispiel auf der Website  von The Minimalist Baker.

 

  • einen Gutschein für einen Ausflug ans Meer oder in das nächste schöne Naturschutzgebiet zum gemeinsamen Wandern, Essen, Plaudern, Schweigen, Lachen.

 

  • ein Buch, das einen auf gedankliche Reisen schickt. Und so richtig in andere Welten führt. Zum Beispiel: „Atlas eines ängstlichen Mannes“ von Christoph Ransmayr oder Tiziano Terzani: „Das Ende ist mein Anfang“.